Der geschenkte Hut
Im Dunkeln hör ich die Zisternenklänge deines Herzens
Und deine hellen Augen seh ich, sich mit Sehnsucht füllen
Der Garten meiner Träume liegt allein in deinen Armen
Und Hand in Hand geträumt vergeht die Ewigkeit
im grellen Blitzschlag eines Augenblicks der Lust.
Nun, da sie dich in schmutzgen Kleidern aus dem Haus getragen
so wie du immer sahst, die Finger schon erstarrt, die Fersen ganz nach vorn
so find ich deinen Tag und deine Nacht noch in den letzten Fragen
die du in deinem letzten Vers dem Mensch nach uns gestellt.
Im Hause riecht es nach dem Salz in den Sandalen
die du im Sommer an den blanken Fersen trugst
Es riecht nicht mehr nach deinen Todesqualen
mit denen du den letzten leeren Atemzug begrubst.
Ich seh dich dort, dich für den letzten Abgang richten
Du trägst den grauen Anzug und den dir geschenkten Hut
Du magst den Abschied nicht und gabst nie ein Versprechen
Du winkst mir zu, du gehst hinaus, und so wars gut.
Reim:
Metrik:
Form:
Bemerkung:
für Victor, aus dem Gedichtband "Geh mit mir".


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